Neuer Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen neuen Ebola-Ausbruch in der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) bestätigt. Bisher wurden 245 Verdachtsfälle und 80 Todesfälle gemeldet, von denen vier durch Labortests bestätigt wurden. Darüber hinaus wurde in Uganda ein Todesfall registriert, ein 59-jähriger Mann, der in ein Krankenhaus in Kampala eingeliefert worden war.
Der Fall in Uganda hatte seinen Ursprung in der Demokratischen Republik Kongo, wo der Patient Symptome wie Fieber und Kurzatmigkeit aufwies, bevor er drei Tage nach der Aufnahme verstarb. Die WHO hat angegeben, dass in Uganda bisher keine lokale Übertragung des Virus bestätigt wurde.
In der Demokratischen Republik Kongo haben die Africa Centers for Disease Control and Prevention (Africa CDC) darauf hingewiesen, dass sich die Verdachtsfälle auf die Gesundheitszonen Mongwalu und Rwampara konzentrieren. Es gibt auch Berichte über Fälle in Bunia, die auf Bestätigung warten. Vorläufige Laborergebnisse haben das Virus in dreizehn der 20 vom Nationalen Institut für biomedizinische Forschung in Kinshasa analysierten Tests nachgewiesen.
Herausforderungen bei der Reaktion auf den Ausbruch
Die Situation in Ituri ist komplex, da die Region der Gewalt bewaffneter Gruppen wie den Alliierten Demokratischen Kräften (ADF) ausgesetzt ist, die mit dem Islamischen Staat verbunden sind. Dieser unsichere Kontext erschwert die Kontrolle und Verhinderung des Ausbruchs. Die WHO hat ein Expertenteam in die Region geschickt, um mit den örtlichen Gesundheitsbehörden bei der Umsetzung von Kontrollmaßnahmen zusammenzuarbeiten.
Jean Kaseya, Generaldirektor des Africa CDC, hat seine Solidarität mit dem kongolesischen Volk zum Ausdruck gebracht und die Notwendigkeit einer raschen regionalen Koordinierung zur Eindämmung des Ausbruchs betont. Die Bevölkerungsmobilität zwischen betroffenen Gebieten und Nachbarländern wie Uganda und Südsudan erhöht das Risiko einer Ausbreitung des Virus.
Die Gesundheitsbehörden haben gefährdete Gemeinden aufgefordert, den Empfehlungen zu folgen, alle Symptome zu melden und den direkten Kontakt mit Verdachtsfällen zu vermeiden. Die WHO hat außerdem betont, wie wichtig es ist, Impfkampagnen zu starten und die Bevölkerung in Maßnahmen zur Ausbruchsbekämpfung einzubeziehen.
Die Demokratische Republik Kongo hat eine lange Tradition im Umgang mit Ebola und erlebte seit der Entdeckung des Virus im Jahr 1976 mehr als ein Dutzend Ausbrüche. Die durchschnittliche Sterblichkeitsrate des Virus liegt bei etwa 50 %, und zu den ersten Symptomen können Fieber, Müdigkeit und Unwohlsein gehören, gefolgt von Erbrechen und Durchfall.
Der aktuelle Ausbruch hat in der Region Anlass zur Sorge gegeben und die Behörden arbeiten weiterhin daran, die Ausbreitung einzudämmen und die Bevölkerung zu schützen.
Bisher wurden in der Demokratischen Republik Kongo vier Todesfälle durch Ebola bestätigt.